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Was Du loslässt, kann Dich nicht mehr festhalten!

Was Du loslässt, kann Dich nicht mehr festhalten!

Die südindische Affenfalle besteht angeblich aus einer ausgehöhlten Kokosnuss, die an einen Baum gebunden wird. In der Kokosnuss steckt eine halbe Banane, die durch ein Loch erreichbar ist. Der Affe greift hinein und kann die geschlossene Faust mit der Banane nicht wieder hinausziehen. Dem Affen gelingt es nicht, die Faust zu öffnen, die Beute einfach fallen zu lassen und sich wieder zu befreien. So muss er mit der Hand in der Kokosnuss auf den Affenjäger warten.

Kommt Dir das bekannt vor?

Wir zahlen manchmal einen hohen Preis dafür, dass wir an etwas festhalten. Doch sind wirklich wir es, die an etwas festhalten, oder werden wir festgehalten, weil wir nicht loslassen?

In dieser modernen Saga aus Indien schüttelt doch jeder innerlich den Kopf über die Einfältigkeit des Affens. 

Lass doch einfach los! , wollen wir ihm zurufen…

Doch diese Überlegung zieht der Affe nicht mal in Erwägung. Er sieht keinen Ausweg, obgleich er die Wahl hat. Uns berührt das – warum?

Vielleicht weil wir es kennen – das Gefühl, in der „Falle“ zu sitzen und auf das Naheliegendste einfach nicht zu kommen? Was bleibt ist die Sehnsucht und der heimliche Traum von Freiheit.

„Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten. Und dennoch ist es schwerer.“                                     (D. Fleischhammel)

Wo in Deinem Leben hält Dich etwas fest? Was würdest Du gerne loslassen können? Was bedeutet Freiheit für Dich?

Um Deine Situation neu zu bewerten ist das Naheliegendste, die Blickrichtung zu ändern!

Vereinbare Dein kostenfreies Erstgespräch und mach‘ Dich auf den Weg zu Deinem persönlichen Perspektivwechsel.

Herzlichst,

Deine Arlyn 

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Warum wir uns selbst entwerten, wenn wir Dinge aufschieben

Warum wir uns selbst entwerten, wenn wir Dinge aufschieben

Mit Sicherheit kennst Du das auch:…. Ob es das Lernen für eine Prüfung ist, die überfällige Entrümpelung des Kleiderschranks oder der längst fällige Rückruf bei der  Freundin – wir wissen, dass es unbedingt ansteht, aber verschieben es immer weiter nach hinten. Wie hoch der innere Druck dabei anwächst, hängt damit zusammen, ob es für diese Aufgabe eine Deadline (z.B Abgabe der Steuerunterlagen oder ein Prüfungstermin) gibt, oder ob es lediglich innere Überzeugungen sind, mit denen wir uns das Leben schwermachen. So nach dem Motto: „Ich müsste/sollte mal wieder….usw.

Immer wieder meldet sich die innere Stimme und appelliert an unser Gewissen, aber da uns im Alltag die Aufgaben nur selten ausgehen, finden wir meistens eine Beschäftigung und damit einen Grund, in diesem Augenblick eben nicht mit unserer eigentlichen Aufgabe beginnen zu können/müssen.

Wer für eine Prüfung lernen muss hat aus diesem Grund zu der Zeit meist die sauberste Wohnung mit vollständig erledigter Wäsche inclusive sauberer Fenster. Pest oder Cholera – wir wählen also häufig eine Ersatzhandlung, die wir auch nicht gerne tun, aber eben immer noch lieber.

Daran ist ja zunächst auf den ersten Blick nichts auszusetzen, denn wer hat nicht gerne eine aufgeräumte Wohnung oder ein frisch poliertes Auto?

Wenn damit auf der anderen Seite nicht dieser entwertende Blick auf uns selbst wäre.

Dadurch dass wir Entscheidungen oder Handlungen vor uns herschieben, bleiben sie quasi permanent in unserem Bewusstsein und verbrauchen ein Vielfaches der Energie, die sie verbrauchen würden, wenn wir sie gleich erledigen würden.

Gleichzeitig blockieren sie unser gesamtes Handeln, denn innerlich folgen wir oftmals der Überzeugung, dass uns etwas Gutes oder eine belohnende Erfahrung erst zusteht, wenn wir dieses oder jenes erledigt haben.

Mit anderen Worten heißt das, dass wir einen Teil von uns solange ablehnen, bis wir wieder friedlich mit uns sein können, weil wir die Aufgabe erledigt haben.

Das nenne ich erfolgreiche Selbstsabotage!

In ausgeprägten Fällen kann diese Art der Selbstablehnung sogar zu körperlichen Beschwerden führen. Etwa Schlafmangel oder Unruhezustände können abbilden, was sich im Inneren bei uns tut.

In der Psychologie gibt es einen Fachbegriff für das Phänomen, Dinge immer wieder vor sich herzuschieben – Prokrastination!

Danach handelt es sich dabei um eine Störung, die durch ein unnötiges Vertagen des Beginns oder durch Unterbrechen von Aufgaben gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen nicht oder nur unter Druck zustandekommt. (Quelle: Wikipädia) 

Klingt so sperrig wie es sich anfühlt, oder? Wir sperren uns selbst ein in ein Gefängnis von limitierenden und bedrückenden Gefühlen, obwohl wir den Schlüssel in die Freiheit und damit in die Zufriedenheit eigentlich in uns selbst tragen.

Warum tun wir es also? 

Der Grund für dieses Verhalten sind negative Gefühle, die wir mit dem Schieben zu vermeiden suchen. Auch wenn wir uns dadurch massiv in unserem eigenen Radius einschränken.

Die 7  häufigsten Ursachen, warum wir Dinge aufschieben:
  1. Der eigene Anspruch                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Die Perfektionisten unter uns kennen es:  Der innere Antreiber „Mach’s perfekt“ ist ein Druckmacher der besonderen Art. Die latente Gefahr einer möglichen Unvollkommenheit lähmt und kann regelrecht bedrohlich wirken.  Perfekt ist aber anerkanntermaßen der Feind von gut! Höchste Zeit seinen inneren Antreiber an die Leine zu nehmen und ihn bestimmt in seine Schranken zu weisen (mehr dazu Blogbeitrag das einzig perfekte ist nicht perfekt zu sein). Wir dürfen uns erlauben, nicht perfekt zu sein.

  2. Angst zu Scheitern

    Wir haben uns konditioniert, negative Gefühle möglichst zu vermeiden. Wie fühlt sich Scheitern an? Jeder hat hier individuelle Erfahrungen gespeichert. Leider sind wir hierzulande darauf geprägt, dass zu scheitern etwas Negatives ist. Dass in jedem Fehlversuch aber auch eine große Lernchance für uns liegen kann, blenden wir dabei aus. Daher konzentrieren wir uns nicht auf kreative Lösungen und neugieriges Experimentieren, sondern lediglich auf Erfolg. Aus Angst zu scheitern aber gar nicht erst zu beginnen, kommt dem Druckgefühl eines Scheiterns bereits sehr nahe. Im Ergebnis fühlen wir uns gleichermaßen schlecht und schwächen dadurch aktiv unseren Selbstwert.

  3. Fehlende Kompetenz

    Auch wenn uns für die Erledigung einer Aufgabe tatsächlich noch erforderliche Informationen fehlen, widmen wir uns gerne erstmal anderen Bereichen, für die wir uns bereits kompetent fühlen. Der Grund dafür ist einfach: Wenn wir uns offiziell die nötigen Informationen und Unterstützung einholen, geben wir damit offenkundig zum Ausdruck was wir eh schon über uns denken: „Wir sind nicht gut genug und wir dürfen uns auf gar keinen Fall etwas zutrauen!“ – In dieser Haltung steckt wiederum ein gehöriger Selbstwerträuber, denn wer sagt denn, das wir erst genug sind, wenn wir alles können? Jemanden um Rat und dessen Wissen bitten zu können, ist vor diesem Hintergrund doch die eigentliche Ressource und eben kein Makel.

    Gleichzeitig dürfen wir uns an Situationen erinnern, in denen wir das Problem oder ähnliche Herausforderungen schon einmal gelöst haben. Wenn wir uns regelmäßiger an unsere Fähigkeiten erinnern würden, könnte es sein, dass wir es nicht mehr schaffen uns hilflos zu fühlen…

  4. mangelnde Motivation/Bedeutung

    Manche Aufgaben werden von uns überwiegend als lästig und sinnlos zeitraubend empfunden. Entweder weil wir selbst kein Interesse an der Erfüllung oder aber die Aufgabe selbst nur eine geringe Wichtigkeit besitzt. Wir haben einfach keine Lust uns damit zu beschäftigen, schieben es weiter vor uns her und stärken damit die uns bedrückende Wirkweise der Nichterledigung…Um diesen Effekt zu unterbrechen, stellt sich die Frage, welche und wessen Erwartungen überhaupt an diese Aufgabe geknüpft werden. Hier besteht die Selbstfürsorge darin, dass ich mich frage, was ich selbst möchte und wie ich mich nach außen selbstwirksam abgrenzen kann. Vielleicht stehen mir dabei noch andere Glaubenssätze im Weg (wie z.B. „mach es allen recht“?), die mich in meiner Persönlichkeitsentfaltung einschränken? Indem ich meine Prioritäten bestimme, kann ich mich davon behutsam lösen.

  5.  Kurz vor 12 !

    Wer in seiner Vergangenheit die Lernerfahrung gemacht hat, dass es ausgereicht hat auf den letzten Drücker Gas zu geben, kann daraus ein Muster ausgebildet haben. Er schiebt die Dinge vor sich her, weil er ja eigentlich weiß, dass er das kann. Dennoch drückt die innere Stimme weit im Vorfeld und meldet immer wieder den Countdown. Der Restzweifel und die Möglichkeit einer ersten Ausnahme von der Regel beunruhigen dann doch und die ersehnte innere Coolness bleibt aus. Zum Schluss wird es eben doch noch hektisch und die bereits unterschwellig verbrauchte Energie des Vorsichherschiebens wird eigentlich jetzt dringend benötigt. Hilfreicher könnte es sein doch früher mit der Erledigung zu beginnen, dabei aber den Erfahrungswert der Notressource als zusätzlich stärkenden Faktor zu integrieren und wertzuschätzen („auch wenn ich nicht unbedingt müsste, fange ich bereits jetzt an, um es mir damit gutgehen zu lassen…“)

  6. Zu viele Bälle in der Luft?

    Wer nicht mehr Herr oder Frau seiner Organisation ist, löscht jeweils nur die Brandherde, die gerade die höchsten Flammen schlagen. Daraus folgt ein Zeitmanagement nach Dringlichkeit und eben nicht nach gesteuerter Organisation. Die Aufmerksamkeit auf die jeweilige Handlung wird dabei aber unterbewusst immer wieder durch den nagenden Fälligkeitsgedanken der anderen Aufgabe gestört. Wir verzetteln uns und bekommen ein Gefühl von „ich mache nichts richtig und ich mache nichts zu Ende“… Auch nicht gerade ein Booster für den eigenen Selbstwert….Wir laufen Gefahr zu resignieren oder schlimmer – irgendwann im Burn – out die Notbremse ziehen zu müssen.

    Organisation und Zeitmanagement kann man lernen, was darüber hinaus eine große Investition in Sachen Selbstwert bedeuten kann. „Ich bin es mir wert zu lernen, wie ich meine Zeit besser für mich nutzen kann.“

  7.  schlimmer als es ist                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Ein weiterer unangenehmer Effekt, Dinge vor sich herzuschieben ist, dass unser Unterbewusstsein uns gerne einen Streich spielt. Indem wir den ersten Schritt in Richtung Erledigung eben nicht machen, öffnen wir unserem inneren „Münchhausen“ Tür und Tor. Je mehr Zeit vergeht, umso unmöglicher oder aufwändiger erscheint uns der erste Schritt. Die negativen Gefühle, die wir mit der Erledigung verbinden, überzeichnen und verzerren uns den realistischen Blick. Aus einer eigentlich simplen Handlung wird ein nur schwer zu bewältigender Kraftakt in unserer Vorstellung, der uns natürlich erst recht zurückschrecken lässt. Hier ist es hilfreich, sich wirklich zu fragen, ob es angemessen ist, dem Ganzen so viel Raum zu geben. Ein bisschen mehr „Augen zu und durch“ hilft schnell dabei, den Irrtum der Unmachbarkeit auffliegen zu lassen. Auf diese Weise können wir uns wieder in Fluss bringen und uns von unangenehmen Gefühlen lösen. Der erste Schritt bringt uns wieder auf Kurs und bestärkt uns positiv in unserer Selbstwirksamkeit.

Die „Aufschieberitis“ hat wie man sehen kann eigentlich nur einen Effekt: Wir fühlen uns schlecht und unzufrieden. Höchste Zeit dieses wenig hilfreiche Muster zu verändern. 

Die gute Nachricht: Das gelingt leichter, als Du jetzt vielleicht denkst! 

Wenn Du Deinen inneren „Aufschieber“ loswerden willst, helfe ich Dir sehr gerne dabei! 

Herzlichst,

Deine Arlyn 

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Achtsam in eine neue Perspektive

Achtsam in eine neue Perspektive

Wenn Du die Berührung mit der inneren Stille verlierst, verlierst Du den Kontakt mit Dir selbst. Wenn Du den Kontakt mit Dir selbst verlierst, verlierst Du Dich in der Welt.“ 

(Eckhard Tolle)

Worum geht’s?

Der Begriff Achtsamkeit scheint heute allgegenwärtig und in aller Munde. Wer etwas auf sich hält, lebt achtsam. Aber was bedeutet das eigentlich konkret und worin genau liegt die viel zitierte zutiefst heilsame Wirkung?!

Eine der in der Forschungsarbeit am häufigsten verwendeten Definition stammt von Jon Kabat – Zinn. Demnach ist Achtsamkeit, wenn wir in andauernder und bestimmter Weise aufmerksam sind: mit Absicht, im gegenwärtigen Moment und ohne Beurteilung.

Klingt jetzt nicht nach Wundermittel auf den ersten Blick…

Aber wenn wir uns mal genauer fragen, wann wir zuletzt wirklich mit all unseren Sinnen auf einen Moment konzentriert waren, fällt eine ehrliche Antwort darauf ziemlich dürftig aus. 

Denn wo sind die meisten von uns während der meisten Zeit? Auf jeden Fall nicht im gegenwärtigen Moment.

Unseren Alltagstrott erledigen wir doch überwiegend ziemlich mechanisch, wie auf Autopilot sozusagen. Gleichzeitig sind wir währenddessen im Geiste damit beschäftigt, entweder gerade Vergangenes noch einmal durchzukauen oder zukünftige Szenarien durchzuproben. 

Dank moderner Technik können wir so viele Dinge gleichzeitig erledigen. Hand auf’s Herz,  wann hast Du zuletzt während einer Mahlzeit gleichzeitig auf das Display Deines Handys geschielt?….Und wann hast Du  stattdessen zuletzt eine Mahlzeit wirklich mit allen Sinnen genossen?…

Aber auf diese Weise entgeht uns etwas ganz Entscheidendes: Nämlich unser eigenes Leben, wie es sich von Moment zu Moment entfaltet.

Dabei ist achtsam mehr, als nur präsent zu sein. Es genügt also nicht, den Augenblick einfach zu leben. Es bedarf darüber hinaus noch der bewussten Wahrnehmung desselben. Erst dann können wir die Möglichkeiten und das Potential des jeweiligen Augenblicks erfahren.

Was uns entgeht

Dass wir uns zu selten auf uns und den jeweiligen Augenblick besinnen hat Folgen, die Du vielleicht auch aus Deinem Leben kennst: 

  • Wenn wir nicht achtsam sind, überlassen wir unguten Gefühlen oder unangenehmen Erfahrungen zu lange das innere Feld. Wir lassen zu, dass sie weiterhin unsere Wahrnehmungen eintrüben, obwohl der auslösende Moment längst verstrichen ist. Wir sehen alles nur noch durch unsere dunkel eingefärbte Brille.

  • Wenn uns unsere Bedürfnisse aber auch Abneigungen nicht wirklich klar sind, bestimmen diese im Hintergrund dennoch stark, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen. Wir empfinden Neid oder auch Missgunst, und wissen nicht warum.

  • Jeder kennt es: Erst wenn wir uns mal ganz bewusst auf unsere Gesichtsmuskulatur besinnen und sie entspannen, spüren wir, wie angespannt sie in Wirklichkeit die meiste Zeit des Tages ist. Ohne bewusste Wahrnehmung trägt der Körper unsere Anspannungen und unseren Stress durch den Tag. Tagein. Tagaus. Irgendwann, wenn es ihm zu viel wird, meldet er Schmerz… erst dann schauen wir hin…

  • Die Einzigartigkeit des Lebens drückt sich in vielen besonderen Momenten aus. Die wärmende Sonne auf der Haut, der Wind in den Haaren, der Duft frisch gepflügter Erde oder das bezaubernde Konzert der Singvögel in den Morgenstunden. All diese kleinen Wunder lassen wir unbemerkt verstreichen, wenn wir durch unseren Alltag und letztlich auch durch unsere Leben rauschen wie ein ICE. 

  • Wenn wir nicht gut mit unserer inneren Welt verbunden sind, haben wir auch keinen Zugang zu unserer Intuition. Sie kann aber ein guter Navigator sein, wenn es um wichtige Entscheidungen in unserem Leben geht. Soll ich, oder soll ich nicht? Viel zu oft beantworten wir uns diese Frage losgelöst von unseren wahren Gefühlen. Im Nachhinein hadern wir dann mit unseren Entschlüssen.
Warum fehlende Achtsamkeit eine Krise verschärft

Zum Beispiel erleben viele Menschen in der Lebensmitte eine äußerst verunsichernde und belastende Zeit. Alles fühlt sich nach Umbruchstimmung an und das bisherige Leben wird in vielen Belangen in Frage gestellt. 

Es wird Bilanz gezogen, beruflich wie privat. Selten erschien der Alltag so bedrückend und wenig erfüllend wie nun plötzlich in dieser Phase. 

Der Zeitoptimismus bekommt erste Risse und die eigenen Grenzen werden sichtbar. 

Auch körperliche Veränderungen machen sich bemerkbar und erzeugen nicht selten inneren Widerstand. 

Der „Autopilot“ scheint mit einem Mal nicht mehr zu funktionieren und es stellt sich immer öfter die Frage in den Raum: Was erwarte ich eigentlich noch von meinem Leben?

Wie in einer kräftig durchgeschüttelten Schneekugel wird mit einem Mal alles aufgewirbelt und muss sich einen neuen Platz suchen. Das belastet viele und führt gelegentlich zu vorschnellen und sehr radikalen Maßnahmen. 

Wer jetzt nicht achtsam ist, kann den oft ziellosen und destruktiven Grübeleien kaum Einhalt bieten. 

Unzufriedenheit breitet sich aus und begräbt alles unter einer eher pessimistischen Betrachtungsweise. Was soll da schon noch Gutes kommen? Eigentlich ist doch alles schon gelaufen!…etc.

Die Folgen fehlender Achtsamkeit verschärfen das Krisengefühl erheblich jetzt. Denn wie beschrieben unterscheiden wir nicht mehr. Weder die Situationen, noch die Gedanken und Gefühle. Wir überlassen der Krise das Feld!

Das heißt aber auch im Umkehrschluss: Wem es gelingt, sich (wieder) achtsam mit seinem Inneren zu verbinden, hat beste Chance die Negativspirale anzuhalten und aus ihr herauszutreten.

Was braucht es, um achtsam sein zu können?

Achtsamkeit sollte nicht mit Entspannung oder einer eigenen Religion verwechselt werden.

Vielmehr ist sie eine grundlegende Einstellung dem Leben gegenüber und erfordert gewisse Geisteshaltungen.

  • Wir erfahren nichts über den Augenblick, wenn wir ihm nicht offen und neugierig begegnen. Wir können uns zum Beispiel die Frage stellen: „Was genau ist gerade außerdem noch hier, das ich nicht auf Anhieb wahrnehme?“ Wie ein Forscher, der etwas Neues entdeckt, können wir Augenblicke untersuchen, um neue Informationen zu erlangen.

  • Wenn wir uns bewusst vornehmen, wieder mehr mit unseren Herzen zu sehen, werden wir milder. Wir urteilen nicht mehr so hart – weder über uns selbst noch über andere. Nicht ohne Grund heißt es: Mit dem Herzen sieht man besser!

  • Ganz wesentlich ist auch eine grundsätzlich dankbare Haltung. Studien aus dem Bereich der positiven Psychologie haben nicht umsonst ergeben, dass das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs wesentlich zu einer Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens beiträgt. „Ich bin dankbar für all das gute in meinem Leben“, richtet den eigenen Blick wieder auf die Fülle und eben nicht allein auf den Mangel.

  • Anzunehmen was ist, ist sicher eine der schwersten Voraussetzungen, um Achtsamkeit zu praktizieren. Zu akzeptieren wie die Dinge vielleicht gerade liegen, unabhängig davon, ob uns das gefällt oder nicht, ist schwer. Zu verlockend ist unser Streben, gleich nach Lösungen zu suchen. „Es ist was es ist!“, können wir kaum erstmal so stehen lassen. Aber wenn wir das immer wieder üben, nehmen wir Einfluss auf unsere Reaktionen. Wir können besonnener handeln und finden so nachhaltigere Lösungen

  • Viele Meinungen und Einschätzungen haben wir ungeprüft und automatisch einfach so übernommen. Ebenso die generelle Absicht, alles überhaupt augenblicklich einordnen und somit bewerten zu wollen. Jetzt plötzlich genau damit aufzuhören, und sich auf das Nichtbewerten zu konzentrieren ist eine sehr große Herausforderung, die ehrlicherweise oft nur Fortgeschrittenen gelingt… Aber wenn der Versuch wenigstens dazu führt, dass wir den Mechanismus dahinter erkennen und beobachten, haben wir schon viel für uns gewonnen.

  • Ein Phänomen unserer Zeit ist unsere Bereitschaft, permanent nach Zielen zu streben und bei unseren Handlungen gewisse Absichten zu verfolgen. Achtsamkeit bedeutet aber genau das Gegenteil. Wem es gelingt, sich absichtslos und geduldig dem Moment hinzugeben, erfährt ein heilsames Gefühl von Erholung und tiefer Verbundenheit mit dem Hier und jetzt. Die Dinge entfalten sich oft zu ihrer eigenen Zeit. Wie heißt es so schön: Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht…

  • Wir sind Meister des Festhaltens. Leider auch von unschönen Empfindungen und Gedanken, die uns nicht guttun. Wenn wir lernen, bewusst loszulassen, schaffen wir Raum für neue, aktuellere Erfahrungen und leben im Hier und Jetzt.

  • Zu guter Letzt hilft eine gesunde Portion Humor dabei, die eigenen wenig hilfreiche Denkmuster aufzuspüren und sich so von ihnen zu lösen. Lachen befreit und versöhnt uns mit unseren manchmal ulkigen Angewohnheiten und Denkfallen.
Der erste Schritt

Achtsamkeit lernen – das kannst Du in Kursen vor Ort oder aber auch online von Zuhause aus.

Es empfiehlt sich zu Anfang unbedingt, Unterstützung zu suchen. Später, wenn Du geschult bist, wird es Dir leicht fallen, für Dich allein zu praktizieren.

Das Angebot ist vielfältig und sicher findest Du den Kurs, der auch zu Dir und Deinem Alltag passt. Denn eine grundsätzliche Voraussetzung haben alle: Damit sich die heilsame und wohltuende Wirkung Deiner eigenen Praxis entfalten kann, heißt es:  üben, üben, üben!

Ich berate Dich gerne weiter und begleite Dich auf Deinem Weg zu einem achtsameren Umgang mit Dir und Deinem Leben. 

Fazit

Die Lehre von der Achtsamkeit hat eine zutiefst heilsame und positive Wirkung. Sie erlaubt uns, uns klug um unseren Geist und Körper zu kümmern und aufmerksam auf unser Herz zu hören. 

Wir gewinnen die Möglichkeit der Kontrolle darüber, wie wir mit dem umgehen oder zurechtkommen, was innerlich und äußerlich geschieht. 

In Krisensituationen, wie zum Beispiel in einer Midlifekrise, kann praktizierte Achtsamkeit nachhaltig dabei unterstützen, den individuellen Ausweg zu finden. 

Allerdings sollte in ihr nicht das alleinige Wundermittel gegen Lebenskrisen gesehen werden. Auch eine Erwartungshaltung dahingehend, dass sie zu einer Verwandlung oder Lösung aller Sorgen und Symptome führen muss , steht einer vertieften Achtsamkeitspraxis sogar hinderlich im Weg. 

Was heißt das für Dich? 

Mache Dich auf Deinen Weg. Egal von wo aus Du startest, beginne damit, Deinen Blick wieder liebevoll auf Dich selbst zu lenken. 

Lass‘ Dich begleiten, wenn Du den Eindruck hast, zunächst noch ein paar Stolpersteine aus Weg schaffen zu müssen! Bringe auf diese Weise wieder mehr Leichtigkeit und Lebensfreude in Dein Leben! Starte durch und freue Dich auf Dich! Denn…..

„Wir sind hier, um glücklich zu sein!“ (Dalai Lama)

Herzlichst,

Deine Arlyn 

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Das einzig Perfekte ist, nicht perfekt zu sein

Das einzig Perfekte ist, nicht perfekt zu sein

Zugegeben, angetrieben zu sein, alles richtig super machen zu wollen, kann auch Vorteile haben. 

Der Drang zu Perfektionismus kann uns das Leben aber auch ganz schön schwer machen. 

Wenn Du DIch in den folgenden Aussagen wiederfindest, könnte dieser Beitrag interessant für Dich sein….

  • Wenn ich eine Arbeit mache, dann mache ich sie gründlich
  • Ich mache nichts halbherzig, sondern gebe immer mein Bestes
  • Ich habe Mühe Leute zu akzeptieren, die nicht so genau sind wie ich
  • Ich liefere meine Arbeit erst ab, wenn ich sie mehrmals überarbeitet habe
  • Ich sollte viele Aufgaben noch besser erledigen
  • Ich kümmere mich besser auch persönlich um Kleinigkeiten
  • Ich drücke mich gerne strukturiert aus (z.B. mit 1……2…….3…….)
  • Mein Gesichtsausdruck ist wohl öfter eher ernst
  • Ich versuche die an mich gestellten Erwartungen zu übertreffen 
Was sind innere Antreiber?

Innere Antreiber sind Botschaften und verinnerlichte Lebensregeln, die unsere Entscheidungen und Verhaltensweisen häufig unbewusst beeinflussen. Inwieweit wir sie in unsere Persönlichkeit integrieren, hängt von unseren frühen Kindheitserfahrungen und Prägungen dazu ab. 

Das Konzept der inneren Antreiber umfasst fünf Verhaltensmuster:

  1. Perfektionismus („Sei perfekt“)
  2. Schnelligkeit („Beeil dich“)
  3. Anstrengung („Streng dich an“)
  4. Harmonie („Sei gefällig“)
  5. Stärke („Sei stark“)

Sie beschreiben also grundsätzlich Fähigkeiten, die uns zur Verfügung stehen können, um unsere Ziele zu erreichen. Dahinter steht insofern zunächst eine gute Absicht. 

Wie in vielen Bereichen, gilt aber auch hier: Die Dosis macht das Gift!

Wenn wir Tendenzen entwickeln, einem der Antreiber das Zepter zu sehr zu überlassen, laufen wir Gefahr ihn damit zum Regisseur des eigenen Lebens zu machen.

Gerade in Bezug auf Perfektionismus kann das gravierende Folgen für unsere psychische Gesundheit und die allgemeine Lebenszufriedenheit ausprägen.

                                                            Perfekt unter Druck gesetzt!

Menschen, die vor allem diesem Antreiber folgen, haben eine ganz bestimmte innere Haltung. Die verinnerlichte Überzeugung in allem perfekt sein zu müssen, treibt sie zu Höchstleistungen an.

Das macht sie zum einen zu zuverlässigen Experten, deren Gründlichkeit außerordentliche Arbeitsergebnisse erzielt. Was sie in die Hand nehmen, wird in der Regel auch etwas.

Zum anderen investieren sie aber unverhältnismäßig viel Zeit in die Dinge, die folglich an anderer Stelle fehlt. Sie verheddern sich und beginnen viele Arbeiten immer wieder neu, weil der eigene Anspruch das so verlangt.

Perfektionisten fehlt oftmals die Fähigkeit den Fokus auf die wesentlichen Aspekte zu behalten. Zum Beispiel wird vielleicht weniger Zeit auf den Inhalt als vielmehr auf die Form einer Präsentation gelegt. 

Der hohe Anspruch an sich spannt sich über alle Lebensbereiche. Demzufolge wird nicht nur im Beruf, sondern auch privat alles bestmöglich erledigt. 

Und weil oftmals die Überzeugung besteht, besser alles selbst zu übernehmen, werden auch keine Aufgaben delegiert.

Nach außen hin versetzen Perfektionisten ihr Umfeld deshalb regelmäßig in großes Staunen. Angesichts des Anscheins der  präsentierten Vollkommenheit, erscheinen die eigenen Fähigkeiten dagegen eher unzulänglich. 

„Erfolgreich im Beruf, blitzblank geführter Haushalt, gut erzogene Kinder und dann noch regelmäßig die Laufrunde…..Wie macht er/sie das nur?“……

Wo viel Licht, da auch viel Schatten

Wenn Perfektionisten auch vielleicht nach außen als beeindruckende Lebenskönner wahrgenommen werden können, wird dabei aber etwas Entscheidendes übersehen. 

Dem ausgeprägten Drang, alles perfekt machen zu wollen, wohnt oftmals der Vermeidungswille einer großen Angst inne. Anders als viele denken mögen, beruht das Verhalten nämlich keineswegs auf einer freien Entscheidung.

Jeder gemachte Fehler hat direkten Einfluss auf den Selbstwert. Unterschwellig werden Menschen, bei denen dieser Antreiber besonders ausgeprägt ist, von dem Gefühl begleitet, als Person nicht zu genügen, wenn sie nicht immer ihr Bestes geben. 

Deswegen darf unter keinen Umständen etwas schiefgehen. Perfektionisten spielen im Vorfeld mögliche Szenarien durch, um vorbereitet zu sein. Nichts wird dem Zufall, und damit einem eventuellen Scheitern, überlassen. 

An diesem Punkt wird deutlich wie anstrengend die destruktive Seite dieses Antreibers wirken kann. Das Leben ist stets im Wandel und eben nicht immer vorhersehbar. 

Ein weiterer Gedanke, warum es erstrebenswert sein kann, sich aus dem Würgegriff des „mach’s perfekt“ zu befreien, ist die eigene Lebensqualität.

Ein zu hohes Maß an Selbstdisziplin ist der Feind für Ausgelassenheit und Spontaneität. Wenn alles Streben unter das Ziel geordnet wird, alles sogar besser als optimal umzusetzen, ist keine Zeit auch einmal „Fünfe gerade sein zu lassen“.  

Das ist aber das, was unsere Seele auch von Zeit zu Zeit benötigt. Einfach nicht immer nur zu „leisten“, sondern mit Wonne auch mal herrlich unperfekt sein zu dürfen und das Leben in vollen Zügen zu genießen – gerade auch in der Unvollkommenheit.

                                                          Die eigenen Ketten lösen

Mal ehrlich, so ein bisschen perfekt ist ja gar nicht so ganz verkehrt, oder …? So ganz will man ihn ja gar nicht verteufeln, den Unhold der Perfektion. Aber so völlig losgelassen, richtet er eben doch eher Schaden an, als  dass er uns hilfreich zur Seite steht. 

Neben einer möglichen Überforderung, die schon so manchen in Richtung Burn-Out geschubst hat, trennt er uns einfach von einer liebevollen Verbindung zu uns selbst. 

Für alle Eltern unter uns, sei auch der Gedanke erwähnt, dass wir ja nun in dieser Rolle ebenfalls prägen. Wer möchte schon, dass sein Kind die eigenen wenig hilfreichen Denkmuster übernimmt?! Vielmehr wünschen wir uns doch, unseren Kindern Vorbild für ein möglichst gelingendes Leben zu sein.

Wie können wir also den destruktiven Anteil des inneren Antreibers „sei perfekt“  bestimmt, aber nicht abwertend in seine Schranken verweisen?

                                                        7 Tipps zur Selbstfürsorge

  1. Entdecke die Quelle. Woher glaubst Du, hast Du diese besondere Prägung? Wann hast Du das erste Mal besondere Anerkennung für eine außerordentliche Leistung bekommen? Was hat das mit Dir gemacht? Und was bedeutete das für Dein weiteres Leben?

  2. Wertschätze die gute Absicht dieses inneren Antreibers. Freue Dich über Deine Begabung, Dingen den Hauch der Vollkommenheit verleihen zu können. Was hat er Dir auch ermöglicht?

  3. Erweitere Deine Überzeugung.  Baue Dir sogenannte Erlaubnissätze in Dein Bewusstsein:

    • Du bist gut genug wie Du bist!“
    • „Du darfst Fehler machen, daraus kannst Du lernen!“
    • „Andere dürfen auch Fehler machen!“
    • „Sei nicht perfekt, aber dafür Du selbst!“

  4.  Trainiere im Alltag. Sage Dir diese Sätze abends und morgens selbst auf. Vielleicht erinnerst Du Dich mit einem Post-it am Spiegel daran? Manchen nützt auch ein „Anker“ in der Hosentasche, um sich tagsüber immer wieder daran zu erinnern. Das kann zum Beispiel eine kleine Figur oder ein Stein sein (sehr hilfreich, wenn er einen Makel aufweist…eben unperfekt ist!)

  5. Nimm es leicht und humorvoll. Gerate jetzt nicht in die Umkehrfalle. Versuche nicht perfekt unperfekt zu werden! Sei nachsichtig mit Dir und gönne Dir ein Schmunzeln über Dich selbst, wenn Du Dich wieder in einer einschlägigen Situation wahrnimmst. Es wird Zeit brauchen, dieses Muster zu lösen.

  6. Erlebe neue Momente, in denen Dir eine Veränderung geglückt ist, ganz bewusst. Koste es aus – das neue Gefühl der Freiheit und bleibe neugierig, was es bewirkt!

  7. Sei gut zu Dir und nimm (wieder) Verbindung zu Dir auf. Hier helfen Achtsamkeitsübungen, über die Du Dich vielleicht auch von einer ganz neuen Seite kennenlernen darfst. 

Innere Antreiber lotsen uns durch unser Leben und meinen es gut mit uns. Manchmal geraten sie dabei in Übereifer und es liegt dann an uns, dies zu korrigieren. 

In einem Coaching erfährst Du mehr über Deine inneren Antreiber und wie Du Dich mit ihnen hilfreich verbinden kannst.  

Mache Dich auf Deinen Weg zu mehr Lebensfreude und Selbstbestimmung. 

Herzlichst,

Deine Arlyn 

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Lebensmitte – wenn Schuhe nicht mehr glücklich machen…

Lebensmitte – wenn Schuhe nicht mehr glücklich machen…

Ja, das klassische Klischee trifft auch auf mich zu: wenn es mir nicht gut geht und ich mich nach einer Veränderung sehne, können mir neue Schuhe sehr zuverlässig weiterhelfen! Sie machen mir einfach Freude und bestärken mich wieder in meiner Weiblichkeit. 

Ein bisschen Seelenbalsam und Stimmungsaufheller zugleich. Dabei gilt stets, je deprimierter ich mich im Vorfeld fühle, umso knalliger fällt meine Wahl aus. Wer in meinen Schrank schaut, erkennt meine Frustkäufe auf den ersten Blick….

Midlife? Ich doch nicht!                                                          

Seit wann das nun nicht mehr funktioniert, kann ich gar nicht so genau sagen. Und es sind vor allem noch weitere Aspekte, die mir immer öfter schlechte Laune machen.

Ich komme nicht umhin, mir eingestehen zu müssen, dass es wohl doch mit meinem Alter zusammenhängt. …Vergangenen Monat habe ich meinen 45. Geburtstag gefeiert – mal ehrlich, das ist doch aber noch kein Alter!…

Midlife….Ich lese hier und da in den Zeitschriften in Wartezimmern darüber. Eigentlich eher belustigt über die dort überzeichneten Schilderungen. Übergewichtige Politiker, die nun ihren zweiten Marathon feiern, unfassbare Typveränderungen von Frauen in den mittleren Jahren. Die Vor – und Nachteile von Botoxbehandlungen neben dem Artikel über gehörnte Ehefrauen, deren Partner nach 25 Jahre Ehe mit der 25 jährigen Sekretärin ein Verhältnis unterhalten….Das ist doch alles nur Klatsch und Tratsch…

All das hat nichts mit mir zu tun. Und trotzdem kreisen meine Gedanken…

Ich fühle mich ganz und gar nicht alt! Allerdings irgendwie auch nicht mehr wie früher,  als das Leben noch mit all seinen Möglichkeiten vor mir lag. Irgendwie so dazwischen…

 Neues vom Körper….                                                          

Mein Körper verändert sich. Nicht in beängstigender Weise, nein das nicht, aber eben doch spürbar!

Ich lege neuerdings meine Brille ab, um besser lesen zu können und meine Haare werden auffallend weicher. Meine Friseurin musste sich etwas einfallen lassen. 

Was mich  schon sehr stört abends, ist der Abdruck der Sockenbündchen oberhalb der Knöchel. Ich bin noch immer schlank und auf meine straffe Haut war ich immer besonders stolz….- nun gibt sie nach…das ist neu. Verflixt!

Hormonell muss ich mich offenbar auch daran gewöhnen, dass von nun an nichts mehr so bleibt, wie es mal war.  Aber es heißt ja auch nicht umsonst „Wechsel“ – Jahre….Ein Traum!

An den zunehmenden Fältchen um die Augen habe ich hingegen nichts auszusetzen. Meine Mutter sagte immer: Jede Falte ist eine Zeichnung Deines Lebens und jede Lachfalte steht für einen besonders schönen Moment!

Und ja stimmt! Ich kann auf viele sehr schöne Erlebnisse zurückblicken…Und das tue ich auch unbewusst immer häufiger – das Zurückblicken! Das ist es ja! 

Irgendwie denke ich viel häufiger an das gestern…

Midlifekrise – So geht das doch nur im Film! 

Beinahe schmerzhafte Wehmut überkommt mich, wenn ich die Babyfotos meiner Kinder anschaue. Ebenso wenn ich Bilder von meinem Mann und mir in den Händen halte. Wo ist die Zeit geblieben und was ist aus unseren vielen Träumen geworden? Wir hatten so viele….

Jetzt ist alles gelaufen. Oder?….. Die Kinder sind soweit aus dem gröbsten raus und unsere Doppelhaushälfte so gut wie bezahlt. Unsere Jobs sind noch immer die gleichen. Das Leben plätschert so dahin wie ein breiter, sehr langsamer Fluss…… (Noch) besser wird’s wohl eher nicht…..

Ich halte mich selbst für undankbar, weil ich mich – um in dem Bild zu bleiben, nach einer Stromschnelle oder Wildwasserbahn sehne… Der Alltag ist zwar schon anstrengend und ich fühle mich oft sehr erschöpft.  Aber dieses immer gleiche Routine lähmt mich zunehmend.

Wenn ich mir aber die Frage stelle, was soll denn da jetzt noch kommen, fällt mir nicht viel Gutes ein…Das macht mich ratlos und unzufrieden!

Und da mich – nochmal salopp gesprochen, Schuhe zu kaufen auch nicht mehr glücklich macht, begnüge ich mich damit, anderen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Midlifekrisen meistern.

Entsprechende Fernsehformate zum Abtauchen gibt es ja in Hülle und Fülle: Die Hausfrau, die noch einmal das Ruder dreht, eine Ausbildung zur Kosmetikerin macht und schließlich ihren Salon eröffnet. Oder die Büroangestellte, die mutig alles hinwirft, um allen guten Ratschlägen zum Trotz erfolgreich ihre kleine Modeboutique zu eröffnen. Auch mit der betrogenen Ehefrau, die es ihrem Mann zeigt und allein von vorne anfängt, solidarisiert man sich auf Anhieb!

Aber das bleibt Filmkulisse.

Das Leben der Anderen bleibt das Leben der Anderen und meines ist im Wesentlichen schon gelaufen….

Denn mal ernsthaft, was könnte ich schon mit bald Ende Vierzig noch einmal verändern, damit ich mich in der zweiten Lebenshälfte besser oder anders fühle?!…..

Ich möchte weder meinen Mann verlassen, noch meine Kinder aus ihren gewohnten Abläufen herausreißen. Die wirklich großen Entscheidungen sind doch schon gelaufen…. Auch habe ich mich an die regelmäßigen Einkommen gewöhnt. Jetzt noch einmal neu beginnen, ist doch albern.

Rien ne va plus – nichts geht also mehr…?! “ *

(* genehmigter Auszug aus den Schilderungen einer Klientin)

Midlifekrise oder nur schlechte Laune?

Die gefürchtete Midlifekrise kann viele Gesichter haben. Betroffene können diese Phase völlig unterschiedlich erleben.  Aber nicht jede schlechte Gemütslage sollte gleich zu einer Krise erklärt werden.

Wenn Du mehrere der typischen Krisenmerkmale bei Dir feststellst, könnte es sich aber um mehr als nur schlechte Laune handeln:

  • Sich abgehängt fühlen: Hast Du den Eindruck, dass Du  irgendwie den Anschluss verloren hast und allseits von jüngeren überholt wirst?

  • Pessimismus: Besser wird es nicht mehr und von jetzt an geht es nur noch abwärts? Hast Du das Gefühl, schon die beste Version und den Höhepunkt Deines Lebens erlebt zu haben?

  • Unzufriedenheit: Alles fühlt sich nach Stillstand an? Du ziehst beruflich als auch privat Bilanz und wünscht Sir eine spürbare Veränderung? Haderst Du mit bereits getroffenen Entscheidungen?

  • Sorgen/Ängste: Du vermutest, dass jede künftige Veränderung mit einer Verschlechterung oder einem Unheil verbunden sein wird? Gesundheitliche Bedenken und Zukunftssorgen rücken vermehrt in Dein Blickfeld?

  • Innerer Kritiker: Vergleichst Du Dich und Deinen Lebensentwurf häufig mit denen Anderer und fühlst Dich dabei in Deinem Selbstwert gemindert? „Was habe ich schon erreicht in meinem Leben?“

  • Körperbewusstsein: Belasten Dich zunehmend altersbedingte Veränderungen? Verspürst Du den Drang, bewusst etwas dagegen zu unternehmen? Kannst Du Dich (noch) annehmen, wie Du bist?

  • Grübeleien: Bemerkst Du bei Dir häufiger ziellose Gedanken über den Sinn Deines Lebens und dem Wunsch daraus auszubrechen? Rückt die noch verbleibende Zeit immer mehr in Dein Blickfeld? „Was erwarte ich eigentlich noch von meinem Leben?“

Die Lebensmitte ist für viele von uns eine Umbruchzeit, in der wir unsere Identität noch einmal neu definieren können.  Als Phase der noch guten Chancen, läd sie uns zu einer Neuausrichtung ein.

Entscheidend dafür ist zunächst, dass wir die Dinge beim Namen nennen. Wer sich den „unguten“ Gedanken und Gefühlen widmet, die sich heimlich eingeschlichen haben, kann Veränderungen einleiten.

So nimmt man der Krise den Beigeschmack der Katastrophe und verbindet sich wieder liebevoll mit sich selbst.

Die gute Nachricht: Du musst da nicht alleine durch! Lass‘ Dich auf Deinem Weg zu Deiner Strategieanpassung unterstützen. Ob Du dafür Dein persönliches Umfeld einspannst, oder eher die kompetente Begleitung eines erfahrenen Coach bevorzugst, bleibt Dir überlassen. Wichtig ist, dass Du Deinen Blick in eine zukunfts – und lösungsorientierte Richtung lenkst und auf diese Weise  wieder in guten Kontakt mit Deinen Bedürfnissen gelangst.

Denn die wohl glücklichste Zeit unseres Lebens ist die, in der wir realisieren, was uns glücklich macht und einfach danach leben. Die Lebensmitte eignet sich dafür besonders gut, sofern wir diese große Chance auch entdecken und als solche annehmen.

Du bist herzlich eingeladen, Dich auf Deinen Weg zu machen und dann voller (Vor)Freude und Zuversicht in die zweite Lebenshälfte aufzubrechen. Sei mutig und mache den ersten Schritt!

Vereinbare doch einfach Deinen Termin für ein unverbindliches und für Dich kostenfreies Erstgespräch. Ich freue mich, von Dir zu hören.

Herzlichst,

Deine Arlyn 

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Alte Verletzungen bestimmen unsere Blickrichtung

Alte Verletzungen bestimmen unsere Blickrichtung

Heute wird es mal persönlich!…

Wenn wir uns anschauen, wie weitreichend die Auswirkungen unserer frühkindlichen Prägungen sind, komme ich immer wieder ins Staunen. Leider machen wir uns diese Programme, die wir da mit auf den Weg bekommen haben, viel zu selten bewusst. Wir handeln zwar danach und wundern uns über die immer gleichen Stolpersteine in unserem Leben, aber nehmen es überwiegend doch einfach so hin. „So ist das eben!“ sagen wir uns und seufzen einmal tief…

Meine Schwester und ich…

Ich habe eine Schwester, die knapp fünf Jahre älter ist als ich. Schon meine Ankunft auf dieser Welt lehnte sie mit allem ab, was ihr in den jungen Jahren so zur Verfügung stand. Und glaube mir, das war einiges!

Sie zeigte wohl von Anfang an sehr deutlich ihre zutiefst ausgeprägte Abneigung gegen die Vorstellung, ihre Eltern von nun an teilen zu müssen. Die Rebellin in ihr war geboren und fortan gab es etliche Kleinkriege, die von ihr angezettelt wurden. Ich glaube bis heute ist dieser Teil in ihr sehr aktiv und steht ihr oft im Weg. Aber das betrifft ihre Prägung und ihre Geschichte, die hier nicht erzählt werden soll.

Vielmehr möchte ich von meiner berichten und wie diese bis zum heutigen Tag, bis zu diesem Moment, in dem ich an meinem Schreibtisch sitze und diese Zeilen schreibe, fortwirkt und mich – wenn ich nicht aufpasse! – am Glücklichsein hindert.

„Mich hat keiner gefragt, ob ich eine Schwester haben wollte!“

Später, als wir schon etwas älter waren, und diverse familiäre Eskapaden durchschritten hatten, wurde gelegentlich leichthin darüber gewitzelt, wie anstrengend doch diese ersten Jahre waren. „Ja, das ist wahr.“, erzählte meine Mutter dann, „Deine Schwester hat einmal versucht, Dich mit einem Kissen ins Jenseits zu befördern. Aber da warst Du noch ganz klein und wir kamen rechtzeitig hinzu!… Und einmal, ich kann mich gut erinnern, als wäre es gestern gewesen, Du hieltest gerade Mittagsschlaf (was wir immer zur eigenen Erholung sehr begrüßten!), baten wir sie die Musik leiser zu stellen… Sie sah mir in die Augen, als sie im gleichen Moment den Lautstärkenregler bis zum Anschlag aufdrehte!…Ja ja, so ist das gewesen!“ und es wurde weiter Kaffee getrunken und geplaudert.

Was in diesen Schilderungen recht überdeutlich zum Vorschein kam, erlebte ich selbst in meinen ersten Jahren auf viel subtilere Art. Ihre Ablehnung, die sich in manchen Phasen sogar bis hin zu regelrechtem Hass mir gegenüber steigerte, bescherte mir viele angstvolle und panische Momente. Über einen sehr langen Zeitraum war ich die Zielscheibe für ihre permanenten Anfeindungen, Beschimpfungen und leider auch tiefgehenden Erniedrigungen.

Meine Eltern litten selbst sehr unter dieser offenkundigen Haltung, konnten ihrer auch in anderer Hinsicht unheilvollen Entwicklung aber nichts entgegensetzen. Sie waren schlichtweg überfordert und es war zu der damaligen Zeit einfach noch nicht üblich, sich in diesen Dingen Hilfe zu suchen. Ich weiß meine Schwester hatte sicherlich aus ihrer  Sicht gute Gründe, weshalb sie nur in diesem Verhalten einen Ausweg für sich sah…Aber wie gesagt, das betrifft ihre Geschichte. Wir alle erleben unsere Kindheit in dem System Familie individuell.

Es war nicht die Zeit für Krisenmanagement

Es war die Zeit von Peter Weck und Ich heirate eine Familie. Es herrschte einfach allseits eine große Sehnsucht nach Harmonie und „heiler Welt“-Stimmung. Schwierigkeiten wurden lieber klein gehalten und innerhalb der Familie gelöst. Die Generation meiner Eltern ist selbst in eine Zeit geboren, in der es zunächst um andere Dinge ging, als um den achtsamen Umgang mit Bedürfnissen und Konflikten. Woher sollten sie es also beherrschen? Und dafür haben Sie es gut gemacht und vor allem, in Liebe und nach bestem Wissen und Gewissen.

Irgendwann war ich ihr körperlich überlegen und schaffte es in einem mir unvergesslichen Moment, mich ihr gegenüber zu behaupten und abzugrenzen. Aus Rücksicht möchte ich dieses Ereignis hier nicht näher beschreiben. Entscheidend ist, dass das der Moment war, in dem ich meine Selbstwirksamkeit das erste Mal ganz bewusst wahrgenommen habe. Das war mit 14 Jahren!

Ich machte mich auch sonst auf meinen Weg. Das Leben ging mir von der Hand und ich hatte eine recht gute Zeit. Unsere Familie funktionierte nicht weniger gut als viele andere Familien dieser Zeit auch. Es gab immer mal wieder Spannungen, aber wir rauften uns zusammen und hatten irgendwann eine allgemeine Gebrauchsanweisung, die uns half, Zusammenkünfte möglichst unbeschadet und friedlich abzuhalten. Die Jahre vergingen.

Das Verhältnis zu meiner Schwester veränderte sich immer mal wieder. Wir hatten intensivere Phasen des Kontakts aber dann auch wieder jahrelang gar keinen. Es gab auch weiche, zarte Momente und Gespräche, die an der Oberfläche dessen kratzten, was wir beide so eisern unter Verschluss zu halten versuchten: Die ersten Jahre als Geschwister.

Erwartungen und Sehnsüchte auf der einen Seite, Verletzungen und Mangel auf der anderen Seite. Es war stets der Tanz auf dem Vulkan, ohne Vorwürfe und ohne Bewertungen zu kommunizieren. Das ist es manchmal noch bis heute!

Meine eigenen Stolpersteine

Da Du jetzt einen kleinen Einblick in meine frühe Kindheit hast, möchte ich Dir auch nicht vorenthalten, welche Folgen sich daraus für mich ergeben haben.

Vielleicht kann ich Dir damit verdeutlichen, wie unendlich wertvoll es für das eigene Leben sein kann, wenn man sich mit seiner eigenen Geschichte achtsam und liebevoll auseinandersetzt. Dafür gibt es keinen geeigneteren Zeitpunkt, als immer genau jetzt

Ich hatte auch das Glück in einer kompetenten Begleitung meine wiederkehrenden Stolpersteine und deren Ursachen sorgfältig aufzuspüren. Nachdem ich sie verstanden habe, durfte ich Strategien erlernen, sie in Liebe gehen zu lassen und stattdessen mit hilfreicheren Überzeugungen zu überschreiben.

Das hat viel Frieden und Heilung in mein Herz einziehen lassen.

Denn dass ich noch an den alten Verletzungen und Ängsten der frühen Kindheit zu knabbern hatte, war mir so nicht bewusst und zeigte sich im Alltag in ganz anderen Zusammenhängen.

Zum Bespiel im Perfektionismus. Jahrelang war ich nahezu in allen wesentlichen Bereichen meines Lebens von der inneren Überzeugung angetrieben, alles absolut gewissenhaft und möglichst perfekt machen zu müssen. Schon früh brachten mir herausragende Schulnoten die zuverlässige Anerkennung meiner Eltern. Ich brachte somit den Beweis ein, dass die Annahme meiner Schwester, ich wäre besser nicht auf dieser Welt, nicht stimmen sollte. Das mich diese Art zu leben aber an den Rand der Erschöpfung brachte, erkannte ich erst sehr viele Jahre später. Gleichzeitig vertiefte sich dadurch der Graben zwischen uns und ich zog Ihren Zorn und ihre Ablehnung nur noch mehr auf mich.

Eine weitere Ausprägung, die ich erst später über mich erfuhr, betraf den Umgang mit Freundinnen. So eine richtig beste Freundin hatte ich eigentlich nie und wenn sie etwas Derartiges anbahnte, witterte ich überall Gefahr und blieb zur Vorsicht eher distanziert. Ich hatte gelernt alles mit mir allein auszumachen. Wo andere vielleicht gemeinsam im Pyjama die ersten relevanten Themen teilten, zog ich es vor, mich besser nicht anzuvertrauen. Das hat mich zwar nicht nachhaltig belastet, aber aus heutiger Sicht hätte ich sicherlich etwas freier und glücklicher agieren können. Ich hatte einfach nicht, gelernt zu vertrauen. Das habe ich nachgeholt! 

Außerdem begleitete mich jahrelang unbewusst der hinderliche Glaubenssatz: „Du störst, bist unerwünscht – und es gibt keinen guten Grund dafür, dass es Dich gibt!“

Folglich blieb ich lieber für mich.

Guter Grund, sich auf den Weg zu machen sind eigene Kinder!

Ein letztes Beispiel möchte ich anbringen, welches nochmal unterstreicht, dass es nie zu spät ist, sich auf den Weg der Heilung zu begeben. Auch und gerade im Interesse Dritter…

Ich habe zwei Kinder im Abstand von zwei Jahren. Nicht nur nachdem andere mich darauf hingewiesen hatten, wurde mir schnell klar, dass sich ein ungesundes Muster zeigte…Wie eine Löwin und teilweise völlig überzogen setzte ich mich für die Interessen meiner Zweitgeborenen ein. Warum das so war, überrascht aus heutiger Sicht natürlich nicht. Mit Argusaugen meinte ich über ihre seelische Universehrtheit wachen zu müssen. Schließlich habe ich nie gelernt, wie sich Geschwister normalerweise untereinander verhalten. 

Doch es drohte gar keine reale Gefahr. Mein älterer Sohn machte keinerlei Anstalten, sich meiner Tochter gegenüber ähnlich toxisch zu verhalten, wie ich es früher erlebt hatte. Trotzdem glaube ich heute, war ich oft ungerecht zu ihm. Das konnten wir glücklicherweise innerhalb unserer Familie aufarbeiten.

Auch darin sehe ich rückwirkend für mich einen wertschätzenden und heilsamen Effekt.

Noch heute ertappe ich mich dabei, wie ich alten Verhaltensmustern oder wenig hilfreichen Denkfallen erliege. Kein Wunder – denn was sich jahrzehntelang etabliert hat, lässt sich nicht einfach so abstellen von heute auf morgen. Aber ich habe die Praxis der Achtsamkeit für mich entdeckt und verinnerlicht. Ich erkenne auf diese Weise schnell, wenn ich wieder „falsch abbiege“ und kann meinen Kurs zügig korrigieren. Ich habe dadurch mein Lebensglück und meine Zufriedenheit wiedererlangt und fühle mich handlungsfähiger als jemals zuvor.

Warum ich Dir das erzähle

Ich habe Dir diese persönliche Geschichte erzählt, um Dir Mut zu machen.

Wer sich auf die Spurensuche seiner frühkindlichen Prägung begibt, erfährt viel Lehrreiches und Wertvolles über sich.

Wir sind hier, um glücklich zu sein, dann sollten wir das auch mit all unseren Mitteln in die Hand nehmen.

Spätestens in der Lebensmitte solltest Du deswegen mal innehalten und dich fragen, wie selbstbestimmt und frei Du wirklich bist. Wer oder was zieht da vielleicht noch unbemerkt Deine Strippen?! Was davon soll in Deinem Leben bleiben, weil es sich vielleicht bewährt hat, aber was darfst Du auch in Liebe verabschieden?

Wir sollten nicht zulassen, dass uns limitierende (oft selbstauferlegte) Glaubenssätze daran hindern, am Buffet des Lebens herzhaft zuzugreifen und glücklich zu sein, meinst Du nicht auch?…

Wir alle kommen dann in unsere magische Kraft und Selbstliebe, wenn wir erkannt haben, was uns tief in unserem Inneren bewegt. Das können auch alte Verletzungen sein, die Deine vorbehaltlose Aufmerksamkeit benötigen, um zu verheilen.

Auch geht es nicht um Schuld oder Vorwürfe, sondern deinetwillen um Annahme und Vergebung.

Wenn Du magst, begleite ich Dich auf Deinem Weg zu Deinen Erkenntnissen.

Meine eigenen Erfahrungen und meine zusätzlich erworbenen Kompetenzen im Bereich psychologische und systemische Beratung helfen Dir, Dich zu orientieren und liebevoll das anzunehmen, was schon lange ein Teil von Dir ist.

Ich freue mich auf Dich! Gerne vereinbarst Du Dein kostenloses Erstgespräch und wir lernen uns ganz unverbindlich kennen.

Herzlichst,

Deine Arlyn 

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